Zwei Jahre ist es her, als The Retrosic mit ihrem Album „God Of Hell“ sich in den Deutschen Alternative Charts tummelten. Jetzt kommt ihr neues Werk „Nightcrawler“ heraus und knüpft an den Vorgänger an.

Die Kraft und Überlegenheit im Sound wird auch gleich im Opener „Unleash Hell“ klargestellt: „…I´ve been working my way up the food chain!“ („…Ich arbeite mich die Nahrungskette hoch!“) Wird dies ein persönlicher “Kampf ums Überleben“ im riesigen Electronic-Dschungel?

Jeder einzelne Song bewegt sich an den abgründigen Seiten des Lebens, und man wird mit einigen bizarren Themen konfrontiert. Ein interessantes Beispiel ist „The Lucky Ones“, wo von einer sogenannten „Weltuntergangsparty“ erzählt wird. Der Track beginnt mit verzerrten Beats, und es folgt ein effektiver Einsatz von Drums. Die schizophrene Mischung aus dunklen Rhytmen und der fast schon fröhlichen Melodie im Refain unterstreicht den Text der munteren „Party“.

Anders wiederum wirkt der Track „Quid Pro Quo“, der mit einem melancholischen Orgelspiel beginnt. Das geht aber ganz schnell in den typischen, krachigen EBM-Sound der Band über. Es folgen noch andere Experimente. In „Exit“ wird der Electronic-Sound von orientalischen Klängen unterstützt, die wie ein Strudel ineinanderfließen und einen interessanten Sound ergeben.

Fazit: Das Album ist beim ersten Durchhören durchgängig elektronisch und, wie auch seine Vorgänger, im einfachen 4/4 Takt gehalten, aber nun mit einigen krachigen Beats. „Nightcrawler“ könnte sich, Dank seiner Experimentierfreudigkeit, zwischen den vielen Electronic-Platten der Djs behaupten.

Die CD erscheint am 10. November.

Autor: Norma

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