Haujobb_10Planet-Myer-Day-2012

Das Jahr ist noch jung und schon kommt das erste Jubiläum um die Ecke. Zum 10ten Mal läd Daniel Myer nach Leipzig ein zum gemeinsamen Feiern des Planet Myer Days.
Wie es  sich für einen runden Geburtstag gehört wurden hochkarätige Gäste eingeladen. Insgesamt 6 Acts rockten mit über 400 Gästen die Moritzbastei.

Architect, Liquid Divine, Niveau Zero, Slave Republic, HECQ und Haujobb boten eine Vielfalt an elektronischer Musik, mal mit und mal ohne Vocals.

 

Pünktlich um 19:45 Uhr wurde der Einlass geöffnet und Architect, ein weiteres Side-Projekt von Daniel Myer,  waren bereit diesen Abend zu eröffnen. Leider hatte dieser Act nur 20 Minuten Spielzeit, bot aber mit Überraschungsgast Frank Spinath (Seabound) gleich einen Höhepunkt des Abends.

 

Das gemeinsam neu aufbereitete Stück „Watching over You“ wurde als letztes Stück des nur 4 Song starken Sets dargeboten und jagte vielen einen Schauer über den Rücken vor Emotion.
Vor Frank Spinath hatte Daniel Myer sich Unterstützung mit einem weiteren Überraschungsgast geholt. Sascha Lange (Sänger Sunday Music Club) performte die ersten 2 Songs die das Publikum von seinen gesanglichen Qualitäten überzeugte. Die Neuauflage von ARCHITECT mit den beiden Gastsängern und des zusätzlichen Supports durch Achim Färner (Projekt Pitchfork (Drums)) kam richtig gut an und ein Setz von gerade mal 20 Minuten war hierfür eindeutig zu kurz bemessen.

Allgemein kann man sagen, dass Sound, Licht und Performance als Auftakt an diesem Abend wirklich gut war und auf einen angenehmen Abend hoffen lies.

 

Setlist: Maureen (vocals Sascha Lange) / Skin & Bones (vocals Sascha Lange) / Pieces of Me (vocals Frank M. Spinath) / Watching over You (Seabound cover – vocals Frank M. Spinath)

 

Fotogalerie: Architect @ Planet Myer Day 2012 

 

 

 

 

Liquid Divine traten die Nachfolge an. Der Futurepop und EBM Mix wurde auch erneut stimmlich durch Frank Spinath aufgewertet. Vielen noch unbekannt wurde dieser Act oft unterschätzt.

 Sänger Guido Stoye performte auf einem airSynth was der Musik einen zusätzlichen eigenen Touch gab.

 

 

Setlist: Fallen Men / Planet Zoo / Die to meet you / Frontend / Want (additional vocals by Frank M. Spinath) / Sojourner (club edit – additional vocals by Frank M. Spinath)

 

Fotogalerie: Liquid Divine @ Planet Myer Day 2012 

 

 

 

 

Niveau Zero war die erste Einzelmann-Formation für diesen Abend. Doch der Pariser Frederic Garcia machte Party für 5. Zwischen Dubstep-Metal-Hiphop Elementen hat jeder Besucher etwas Ansprechendes gefunden. Optisch hatte sich Garcia nur hinter dem Notebook und Synthi verkrochen, das war ein wenig unbeweglich aber dennoch konnte man zur Musik gut mitgehen. Aber eine Liveperformance bei instrumenteller Musik ist eben auch nicht so einfach umzusetzen.

Ohne Videoleinwand oder Laser die durch den Raum jagen wird es schnell eintönig. Aber Frederic hatte für sich selbst die gesamte Zeit über richtig Spaß und einige haben sich davon auch anstecken lassen.

 

Fotogalerie: Niveau Zero @ Planet Myer Day 2012 

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Nach dem bei Niveau Zero die Stimme gänzlich vernachlässigt wurde folgten nun die 2 Herren von Slave Republic. Mit ihrem Alternative Pop haben Alec Fu und Alex  Alice  eine weitere Stilrichtung in diesen Abend gebracht.  Der Popsound war eine gute Abwechslung zur elektronischen Musik bevor. Englisch und auch deutschsprachige Tracks wurden performt und auch die Interaktion unter den beiden Hauptpersonen sowie mit dem Publikum konnte sich sehen lassen. Die Zufriedenheit über neue und alte Songs sowie die gute Lichttechnik wurde auch durch den Applaus des Publikums bestätigt.

 

Setlist: The Driver / Primärreiz / Electric / Menage a Trois / Less of me / Hadron Collider / Lashes Kiss / Truth Or Dare / My Maker

 

 

Fotogalerie: Slave Republic  @ Planet Myer Day 2012 

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Anschließend, mittlerweile 23:00 Uhr, wurde es wieder sehr elektronisch. Ben Lukas Boyen von HEQC betrat etwas müde und gelangweilt die Bühne und verkroch sich hinter seinem Pult. Viel kann man hierzu leider auch nicht sagen, denn das fast einstündige Set bot kaum Aktion und Interaktion.

HECQ trank ein Bier nach dem andern, rauchte unangemessen viel und sah es nicht wirklich als seinen Job an, das Publikum mitzunehmen. Leider konnte man kaum erkennen, wo ein Song endete und ein neuer begann. Alles war der Beat-getrieben und die einzige Abwechslung wurde durch den Lichtmann durch wunderbar wechselnde Effekte hervor gebracht. Nach einer halben Stunde hofften vermutlich die meisten Besucher, dass es endet.

Die Stimmung ging wieder bergab und so blieb nur zu hoffen, dass Haujobb das Ruder noch einmal rumreißen können. Ben hätte sich ein wenig mehr Mühe geben können und die Songfolge abwechslungsreicher gestalten müssen. So wurden die 50Minuten schier unendlich.

 

 

Fotogalerie: HEQC   @ Planet Myer Day 2012 

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Doch der Silberstreif am Horizont begann um kurz nach 0 Uhr: Haujobb, der Höhepunkt des heutigen Abends, betraten die Bühne. Nach langer Umbaupause und jeder Menge Technik an allen Ecken und Enden der kleinen Bühne konnte es mit „Letting The Demons Sleep“ beginnen. Mit „Subsonic“ wurde es etwas seichter, aber nicht weniger mitreißend. Das Publikum hatte zurück zur alten Kondition gefunden und tanzte und jubelte volle 80 Minuten das gesamte Set mit. Etwas abdriften in eine Traumwelt gelang mit „Little World“ der etwas ruhiger daher kam. „Dream Aid“ wurde extra zum PMD neu arrangiert und verleitete auch den letzten Tanzmuffel zum Mitwippen.

 Es wurden insgesamt 14 Songs aus alten und neuen Tagen zum Besten gegeben und anschließend noch 3 weitere Zugaben. Ein gelungenes Comeback von Haujobb auf ganzer Linie. Meisterstücke wie „Dead Market“ und „Noise Institute“ waren natürlich der Renner des Abends.

Haujobb war das Tüpfelchen auf dem I an diesem Abend. Besser hätte man einen solchen Tag nicht abschließen können. Gegen halb 2 Uhr nachts waren dann alle Messen gesungen und die Tanzwütigen gingen noch auf ein gemütliches Abschlussbier in den vorderen Teil der Moritzbastei zum Freunde treffen und über die geniale Show quatschen.

 

Setlist: Letting The Demons Sleep / Subsonic / Soul Reader / Renegades Of Noize / Crossfire / Little World / Dream Aid / Let‘s Drop Bombs / Eye Over You / Boom Operator / Unseeing / Penetration / Anti/Matter / Dead Market / Machine Drum / The Noise Institute / New World March

 

 

Fotogalerie: Haujobb   @ Planet Myer Day 2012 

 

 

 

 

 Bericht und Fotos: Mandy Privenau

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Matthias Irrgang
Von Anfang an dabei, lag mein Hauptaugenmerk zunächst vor allem auf der technischen Realisation des Magazins. Inhaltlich habe ich mich über die Jahre vom Allrounder weg, hin zu den Bereichen Konzertfotografie und Newsredaktion entwickelt. Man trifft mich regelmäßig vor den Bühnen diverser Clubs in NRW, sowie auf meinen Pflichtfestivals (M'era Luna, Amphi Festival).