Ich kann gleich mal vorneweg sagen, dass das Ganze ein total beeindruckender Abend war. Gleich zwei Vorbands hatten Alter Bridge am 24.01.26 mit dabei.
Für mich ging es das erste mal in die K.B. Hallen. Es war eine sehr bequeme Anreise mit der der S-Bahn und nach ein sehr kurzen Wartezeit gong es an dem freundlichen Personal vorbei in die Halle.
Einlass war 18:00 und Konzertbeginn 19:00. Also erst Klamotten abgeben und an den imposanten Merchandisestand. Den Anfang machten dann pünktlich Sevendust. Für uns Fotografen gab es quasi das halbe Set zu fotografieren, denn sie spielten leider nur sechs Songs. Hier gab es unter anderem Black, Denial und Enemy auf die Ohren. Die Jungs inklusive Sänger Lajon Witherspoon gaben ab den ersten Takten Vollgas und man konnte ihnen wirklich anmerken wieviel Freude sie bei dem Konzert hatten. Interessant fand ich besonders das Lajon mehrfach betonte, dass er nicht politisch werden wollte. Er sagte jedoch dass er schon immer mal grübelte, was so in der Welt passiert und dass man am Ende des Tages jedoch immer weiß was richtig oder verkehrt ist.
Kurz muss ich. Noch erwähnen, dass der Sound wirklich brutalst laut war und mir im Bühnegraben echt die Hose flatterte. Ein Bekannter im Publikum meinte aber in der Mitte und am Ende der Halle sei es ok gewesen.
Nach einer sehr kurzen Umbaupause kamen dann Daughtery auf die Bühne. Es schien als ob der Frontmann Chris Daughtry vor allem die Frauen nach vorne lockte. Der durchtrainierte Kerl sieht aber nicht nur verdammt gut aus, er kann auch wirklich gut singen.
Die Halle war nun prall gefüllt und gefühlt sind einige von den Rängen runter ins Publikum gekommen. Trotz des harten Aussehens war die Musik doch überraschend weich und poppig. Bereits die ersten Songs hauten mich um. Nach Divided gab es The Bottom bei dem mich vor allem der Refrain mitriss. Auch das Publikum in der nun deutlich gefüllten Halle sang lauthals mit. Danach folgten The Day I Die, Separate Ways (Worlds Apart) und It´s Not Over. Danach es dann soft und gut. Denn bei Home packte Chris dann einfach mal die Akustikgitarre aus. Hier gab es dann große Gesten, Handylampen im Publikum und auch ein paar Tränen, weil die Stimmung so großartig war. Dann wurde es wieder etwas härter. Auch hier war der Sound vor allem in den vorderen Reihen recht laut. In der Mitte der Halle, wo ich das meiste des Konzerts genoß, passte jedoch Stimmung und Sound perfekt.
Dann eine etwas längere Umbaupause, die die meisten für den Besuch der Bar oder der Toilette nutzten. Ich hatte dann etwas Zeit mit den anderen Fotografen zu schnacken. Hier hörte ich auch den besten Spruch des Abends. Die drei Bands heute sind einfach perfekter Dadrock, das zieht vor allem ein bestimmtes Publikum. Tja, was ihr jetzt denkt ist euch überlassen, für mich war es bisher ein toller Abend und die Hauptband fehlte ja noch.
Die Beine taten langsam weh und dann kam endlich Alter Bridge auf die Bühne. Noch ein mal flatterte mir die Hose im Bühnengraben und das obwohl die Band noch technische Probleme mit dem Bass hatte. Dieser wurde dann ab dem zweiten Lied auch aktiviert. Spannend und überwältigend war auch die Lichtshow. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, gab es zwei Reihen von Scheinwerfern. Die in allen Farben leuchteten und teilweise auch einen unangenehmen Stroboskopeffekt erzeugten.
Musikalisch war es auch einfach nur genial. Auch diese Band gab ab den ersten Tönen Alles. Ich hatte des Gefühl zu erstarren, weil mich das Licht nur so durchdrang. Dazu kam die krasse Stimme des Frontmanns Myles Kennedy und das langsame Tempo des Openers Silent Divide. Bei Addicted To Pain trat die Band dann einfach mal aufs Gaspedal.
In dieser Post Grunge Stimmung setzte sich das Konzert dann einfach mal fort.
Großartig wurde die Stimmung dann bei Open Your Eyes. Hier sang die komplette Halle den Refrain mit und lauschte gespannt den genialen Gitarrensoli des Frontmanns.
Der absolute Höhepunkt des Konzerts war dann der letzte Song vor der Zugabe Metalingus. Es schien als ob die Band den ganzen Abend darauf hingearbeitet hatte. Das Licht flackerte wie verrückt und dann Song schien unendlich lang zu sein. Ich entschloss mich dann dazu gegen Ende des Songs schon mal den Rückweg anzutreten, da ich keine Ahnung hatte, wie schnell man aus der Halle heraus kommt und wie überfüllt die öffentlichen Verkehrsmittel werden, wenn alle Feierabend machen.
Fazit: Es war wirklich ein toller Abend mit Alter Bridge und Co. Alle drei Bands gaben Vollgas und sorgten für tolle Stimmung. Dadurch fühlte sich das ganze schon fast wie ein Festivaltag an.















