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Am 28.01.2012 wurde der Grundstein für eine neue Festivalserie in Leipzig gelegt. Präsentiert von Orkus, Xtra-X, Out of Line und dem Darkflower wurde ins Werk 2 geladen um den Abend gemeinsam zu rocken.

Vor Ort gaben sich an diesem Abend Formalin, Cephalgy, Rabia Sorda und Agonoize die Klinke in die Hand. Die 1. Darkflower Live Night war komplett schon Tage vor dem Termin ausverkauft. Der Abend versprach heiss zu werden!

 

Die ersten 2 Slots wurden durch eine Wahl der Fans bestimmt. Gewonnen haben die Spielzeit bei diesem Festival zum ersten Formalin aus Berlin und Cephalgy aus Dresden.

 

formalin_06_darkflowernight2012

Pünktlich um 19 Uhr  betragen die Berliner Schnauzen die Bühne. Zu Beginn trommelte Gabor noch allein auf den Drums herum und wirkte etwas verloren auf der doch großen Bühne. Aber kurz danach betrat auch Tominous die Stage und sprang von links nach rechts und gab alles um als Starter an diesem Tag dem Publikum einzuheizen.

 Diese Idee kam sehr gelegen, denn pünktlich zur DF Livenight gab es in Leipzig den ersten Schnee und klirrende Kälte, die man dringend austreiben musste.

 

Die Musik beschreiben Formalin selbst als konsequent und hart. Sie rockten das Haus mit den bereits bekannten Hits „My Fetish“, „Deliverance“ und „Resistance“. Aber auch neues Material vom „Wasteland Manifesto“-Album konnte genossen werden, wie das Lied „Faker“, das durchaus Lust auf mehr machte.

Die Platte kommt am 02.03.2012, so wurde dann auch die Werbetrommel gerührt. Alles in allem ein gelungener Einstieg und eine richtig energetisch geladene 30minütigen Performance.

 

Galerie: Formalin @  1. Darkflower Live Night

 

 

cephalgy_07_darkflowernight2012Weiter ging es 19:45Uhr mit Cephalgy aus Dresden. Chris und Ronny hinter den Synthies leiteten den Auftritt mit dem Intro „Play Video“ ein. Jörg betrat voller Freude die Bühne und verbreitete gute Laune. Das Publikum ging ab der ersten Sekunde richtig gut mit und Jörg konnte seine Fanbase um sich scharen.

Er suchte ab und zu Kontakt zu den Gästen in der ersten Reihe und der Applaus gab ihm Recht, dass dies eine gute Nacht wird Party zu machen. Doch Jörg hatte seine persönliche Challenge an diesem Abend. Bei einem der letzten Auftritte in Berlin sagte er in den Zwischenmoderationen wohl 57 Mal das Wort „Berlin“ und er versuchte sich für Leipzig selbst zu unterbieten. Anfangs noch witzig dass Jörg immer wieder selbst mitzählte, wurde dieses Spiel und die ständigen Zwischenrufe der Anzahl irgendwann nervig. Dennoch schaffte er es „nur“ 16 „Leipzig“-Vokabeln in seinen Wortschatz unterzubringen.

Richtig gerockt hat „Schwarze Göttin“ und „Hass mich“, welche nacheinander performt wurden. Auch die beiden Jungs an den Keyboards gaben alles und tanzten was das Zeug hielt. 

Ohne den Klassiker „Engel sterben nie“ ließ man Cephalgy nicht gehen und so wurde dieser Song zum Ende des Sets und zur Besänftigung der Fans performt. Das gesamte Set dauerte leider nur 45 Minuten, viele hätten hier gern noch länger gelauscht.

 

Galerie: Cephalgy @  1. Darkflower Live Night

 

 

 

rabia-sorda_03_darkflowernight2012

Nach kurzen 10 Minuten Umbaupause lud auch schon der dritte Act des Abends ein. Rabia Sorda haben den weiten Weg aus Mexiko zu uns in kalten Sachsen gefunden. Die Fans waren hierfür sehr dankbar und begrüßten Sänger Erk Aicrag stürmisch.

„Radio Paranoia“ wurde lauthals mitgesunden, gesprungen und gepoged wurde ebenso äußerst ausgelassen. Alt Bewährtes wie „Out of control“, „This is the end“ oder “Breaking through” brachten die schon ohne hin brodelnde Stimmung zum Überkochen.

 Erk ging richtig ab, sprang aus dem Stand locker einen Meter in die Luft und brüllte wie es die Stimme hergab. Sogar aus 2006 wurde der Song „Save me“ performt und verschaffte ein wenig Gänsehaut.

Eine absolut coole Nummer diesen Act für den DF Livenight Auftakt vor Ort zu haben! Eine komplette Stunde Elektromucke vom Feinsten, bevor sich Erk mit einem deutschen „Dankeschön“ verabschiedete.

 

Galerie: Rabia Sorda @  1. Darkflower Live Night

 

 

 

agonoize_06_darkflowernight2012

Noch deutlich vor der Geisterstunde war es um 22:00 Uhr so weit. Es wurde Zeit für den ersten Headliner der Konzertserie. 

Wer Agonoize bereits live erleben durfte weiß, dass dies mit nichts vergleichbar ist. Jede Show ist anders, man weiß nie was noch passiert und was einen erwartet. Und so war die Spannung an diesem Abend entsprechend hoch.

 Es gab leider von der Location her nicht die Gegebenheit, das Chris sich wie so oft in letzter Zeit in Zwangsjacke von der Decke abseilen konnte. Aber dennoch erschien er nach dem Intro mit Dornenkranz, Nägeln durch die Handflächen und Blutspuren im Gesicht auf der Bühne.

 

Zu „Slave oft he Needle“ eröffnete er das Set. Der Blick wie immer kühl, psychodelisch die Augen nach hinten verdreht oder hilfesuchend zum Himmel blickend fesselte er die Zuschauer mit seiner Show. Nach nahezu jedem Song verließ er kurz die Bühne um die Kunstblutreserven aufzufüllen oder sich wie nach den ersten Songs die Nägel von den Händen zu entfernen.

 

Alle Songs wurden mitgegröhlt, Chris stand teilweise direkt an den Brechern zu den Fans und teilte bei Handshakes sein „Blut“ mit ihnen. Doch Agonoize sind nicht Agonoize wenn es nicht, wie auch einer der gespielten Titel, ein Blutbad gegeben hätte. Man weiß es oder man merkt es sich ab dann, dass die ersten Reihen unweigerlich nach dem Konzert süßlich riechen, rot gefärbt und klebrig sind. Chris sparte nicht und gab des Öfteren die volle Blutladung ans Publikum ab.

Alle großen und kleinen Hits wurden gespielt, das reguläre Set fasste 15 Songs und wurde mit „Staatsfeind“ beendet, zu dessen Ende der Frontmann abgeschossen wurde und leblos wirkend von der Bühne geschleift wurde.

 

Doch die Fans waren heiß, es war noch lange nicht genug Blut vergossen wurden an diesem Abend und Klassiker wie „Gottlos“ und der wohl über die Grenzen des Gothic hinaus bekannte Song „Koprolalie“ fehlten noch um die Meute wirklich zu 100% zufrieden zu stellen. In insgesamt 2 Zugabesets floss erneut eines an Blut und die Band wie auch das  Publikum verausgabte sich bis zum Schluss.

Nach über 1,5 Stunden war es dann doch irgendwann zu Ende. Die Band räumte das Schlachtfeld, dessen Ausmaß erst nachdem das Licht wieder anging wirklich sichtbar wurde.

 

 Galerie: Agonoize @  1. Darkflower Live Night

 

 

Abschließend kann man sagen, dass es ein wirklich gelungener Auftakt war, der Freude auf mehr macht. Eine super Organisation, gutes Timing und kurze Umbaupausen sorgten durchweg für eine positive Stimmung. Die nächste Darkflower Live Night findet am 05.05 statt und neben PAKT und F.O.D. werden auch Größen wie Solitary Experience und SITD anwesend sein und  genau wissen wie sie den Saal zum Kochen bringen können!

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Matthias Irrgang
Von Anfang an dabei, lag mein Hauptaugenmerk zunächst vor allem auf der technischen Realisation des Magazins. Inhaltlich habe ich mich über die Jahre vom Allrounder weg, hin zu den Bereichen Konzertfotografie und Newsredaktion entwickelt. Man trifft mich regelmäßig vor den Bühnen diverser Clubs in NRW, sowie auf meinen Pflichtfestivals (M'era Luna, Amphi Festival).