Per Gessle gehört zu den wenigen Musiker, die sich ihre Leidenschaft für eingängige Texte und mitreißende Melodien über viele Jahrzehnte erhalten konnten. Mit „Roxette“ feierte er seine größten Erfolge und entschied sich nach dem Ausstieg von Gesangspartnerin Marie ein Soloprojekt zu gründen. „Small town talk“ ist eine sanfte Pop Platte, die aber durchaus zu überraschen weiß.
Gestartet wird mit „There’s A Place”. Eine ruhige, fast schon melancholische Nummer, die über das nötige Maß an Coolness verfügt und den Zuhörer an einen ruhigen Sonntagnachmittag katapultiert. Sehr eingänglich und völlig ohne Aufregung präsentiert sich auch „The Finest Prize“. Bewusst verzichtet der Musiker auf Effekte oder eine Nachbearbeitung der Songs. Hier reicht ein Akustik-Set, um die gefühle rüber zu bringen. Deutlich schwungvoller zeigt sich der Titeltrack „Small town talk“. Irgendwo zwischen Pop und deutlichen Country-Anleihen stellt Per einmal mehr seine musikalische Klasse unter Beweis. Das gesamte Album ist sehr ruhig und bedient sich nur sporadisch einigen, wenigen weiteren Einflüssen. So findet man mit „Being with you“ einen beschwingten Radio-Song und möchte einmal so geweckt werden. „Name you beautiful“ ist dagegen etwas unauffälliger, schafft es aber dennoch in die Gehörgänge der Zuhörer. Mit „for the first time“ startet die letzte Runde dieses Albums. Die Country-Popballade kann durch die mitsingbare Melodie auf Anhieb überzeugen. Schließlich beendet der Musiker die CD mit dem nachdenklichen „One of these days“ und beschert dem geneigten Album-Käufer Bilder voller Sorglosigkeit im Kopf.
Fazit: Man darf bei dem Soloprojekt keine „Roxette“-Scheibe erwarten. Das Album wurde in Nashville aufgenommen und man hört deutlich den Country-Einschlag, der in den meisten Tracks jedoch eher zurückhaltend eingesetzt wurde. „Small town talk“ ist ein gutes Pop-Album, das genug Zeit zum Nachdenken und Träumen lässt.












