Das Trio aus Stuttgart, das sich unter dem Banner Wolf Generator präsentiert, möchte mit „Unter Strom“ neue Wege in der deutschen Avantgarde-Szene beschreiten. Ein klangliches Experiment, auf das wir uns gern einlassen.
Nach der „Overture“ legen die Herren mit „Kesslers Gedanken“ nach. Ein anmutiges Stück, das insbesondere durch die Cello-Klänge punkten kann. Ein ungewöhnlicher Track, der in Form eines Gedichtes vorgetragen wird. Mit Avantgarde-Rock im Blut zeigt sich „Blanc et Noir“. Ein sehr verspielter Song, der durch einen interessanten Gesang auf sich aufmerksam machen kann. Ihre dunkle Seite zeigt die Band bei „Glas“. Ein eher langsamer Track, dem es trotzdem nicht an Ausdruckskraft fehlt. Der Refrain wirkt fast hypnotisch. Deutlich vom Hardrock der 80er Jahre beeinflusst zeigt sich „The word“. Ein schwerer Track, der vor Melancholie nur so strotzt. Geschwindigkeit und beeindruckende Drums leiten zu „Lydias Echo“ über. Hier dürften insbesondere Avantgarde-Fans auf ihre Kosten kommen. „Generator“ ist ein Mid-Tempo Stück, das über ein ungewöhnliches Riff verfügt und deshalb schon beim ersten Hördurchlauf interessant ist. Mit „Stolen Moments“ wird es dann wieder etwas schneller, ehe „Finster, Finster, Finster“ seinem Namen alle Ehre macht und den Zuhörer in eine hoffnungslose Welt entführt, die mit schweren Bassklängen vertont wird.
Fazit: „Wolf Generator“ sind definitiv keine Band für ein Massenpublikum, allerdings wollen sie das wahrscheinlich auch nicht sein. Auf „Unter Strom“ wird mit Klängen, Textpassagen und ungewöhnlichen Instrumenten experimentiert. Der künstlerische Anspruch ist da und für Freunde von Avantgarde und schwerem Hardrock sollte diese CD ein Kauf wert sein. Das Cover wirkt Steampunk-mäßig, allerdings ist die Musik eher im experimentellen Teil der Szene anzusetzen. Ein anspruchsvolles Album, das einige Hördurchläufe braucht, ehe es wirkt.












