grateful dead red rockGibt es ein Leben nach dem Tod? Das kann ich euch leider nicht beantworten. Ich kann nur sagen, es gibt eine Veröffentlichung nach der anderen von Grateful Dead. Das Album Red Rocks 7/8/78 war die „neueste“ CD, die uns von der Combo in den Briefkasten flatterte.

Artwork: Die drei CDs kommen im schönen Faltdigipack. Auf dem Cover sieht man passend zum Titel einen roten Felsen und einen Totenkopf. Wenn man dieses aufklappt gibt es einen Erläuterung zum Album zu lesen – ein Booklet gibt es leider nicht.

Tonqualität: Das Album klingt wie ein einfacher Livemitschnitt. Teilweise eher nach Bootlegqualität statt eines remasterten Albums.

Musik: Das Mammutkonzert startet mit „Bertha“ einem dynamischen Rock ‚N‘ Roll Song, der für mich teilweise nach Surferrock klingt. Als erste spannende Überraschung gibt es auf dem ganzen Album neben Jerry Garcia eine weibliche Gesangsstimme (Donna Jean Godchaux) zu hören, was ich von den anderen Veröffentlichungen noch nicht kannte. Ich kann leider nicht auf alle 22 Titel einzeln eingehen, ein paar will ich aber doch besonders erwähnen. Dazu gehört beispielsweise Titel 5 „It Must Have Been The Roses“, welches eine traurige ruhige Countryballade ist. Wundervoll ist hier das Duett der beiden Vokalisten – romantisch und beinahe traurig kommt dieser Titel rüber. „Deal“ ist dann eher etwas schneller und rockiger. Dies ist mein Anspieltipp der ersten CD, denn Donna Jean Godchaux Stimme kommt hier wirklich genial rüber. Von beinahe poppigem Gesang steigert sie sich zu krächzendem Ausflippen á la Janis Joplin. Dies folgt immer wieder im Wechsel mit einem einer herrlich verzerrten, quietschigen Gitarre.
Die zweite CD startet mit „Estimated Prophet“, einem 12 Minuten Song. Textlich wird Kalifornien besungen und musikalisch klingt es nach gechilltem Rock‘n‘ Roll. Ab und an werden Reggaerhythmen eingeflochten und man fühlt sich an die Hits von The Police aus der damaligen Zeit erinnert. Das darauf folgende „The Other One“ besticht dann eher durch wilde Rhythmen und ein sehr experimentelles Gitarrenspiel. Und ab hier überlasse ich euch der zweiten Hälfte des Konzerts selbst.

Fazit: Mit Grateful Deads Red Rocks 7/8/78 bekommt man ein umfangreiches Livewerk der Band. Hier kann man wirklich die experimentelle Bandbreite der Band. Begleitet wurde die Band dabei von Donna Jean Godchaux, was den Songs einen besonderen Charme verleiht. Man sollte sich wirklich die Zeit nehmen, alle drei CDs in Ruhe zu hören, denn auch für mich als Rockliebhaber, wurde es irgendwann zu viel des Guten.

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