Wolfskinder ist die Band des ehemaligen Industrial Künstlers Jeff Atzler. Nach einer musikalischen Neu-Orientierung präsentiert die Levenkusener Band ihre Interpretation von Gothic-Rock mit deutschen Texten. Sicher kein einfaches Feld auf, das man sich hier begeben hat.
Mit einem kurzen Intro wird man in der Welt der Wolfskinder begrüßt. „Du“ ist ein ruhiges, fast komplett akustisches Stück, das der Scheu eines Liebesgeständnissen Ausdruck verleiht. Es schließt sich direkt der Track „Regen“ an, der mit interessanten Klängen zu überzeugen weiß. Ein sanfter Song, der zum Träumen einlädt. „Nichts“ verleiht der Verzweiflung und Flucht aus der Realität einer Stimme. Eine Abrechnung mit einer Gesellschaft, dessen einziges Ziel die Vernichtung des Individuums zu sein scheint. Härter und deutlich schwärzer zeigt sich „Herbstwind“. Ein Song, der durch seinen eindrucksvollen Text punkten kann und dazu noch über einen eingängigen Refrain verfügt. Mit „Ich hasse dich“ zeigen sich die Wolfskinder von ihrer Rock-Seite. Satte E-Gitarren treffen auf eine Melodie, die man nicht so schnell mehr vergisst. Die Lyrics treffen genau ins Mark und dürften der schwarzen Gemeinde aus der Seele sprechen. Nachdenklicher wird es dann wieder bei „ Klavier“, eine tragische Ballade, die den Abschied einer geliebten Person thematisiert. Das Bekenntnis „Ich liebe dich nicht mehr“ bildet den Anschluss dieser CD. Ein trotziges Stück, das ein Gefühl sich zum Thema macht, wie es wohl jeder schon mal erlebt hat. Diesen Song sollte man bei einem guten Glas Whiskey genießen.
Fazit: Wolfskinder zeigen auf ihrer zweiten CD, wie stark ihr Songwriting ist. Die Texte sind tiefgründig und ausdrucksstark. Auch musikalisch kann die junge Band überzeugen und sollte im Bereich der Düsterromantik ihre Anhänger finden. Hier sollte man mehr als ein Ohr riskieren.












