Sorrowful Angels - RemedieAus Griechenland überraschen uns Sorrowful Angels mit ihrem Album “Remedie“. Die Band experimentiert hier mit einigen Subgenres der härteren Musik und so entsteht eine spannende Schnittmenge zwischen Classic, Progressive und Gothic-Metal.
Den Auftakt macht „Witch Hunt“. Ein guter Metalsong, der sofort ins Ohr geht und den Zuhörer zum Mitsingen einlädt. Etwas düster wird es bei „Shatterbox“, ehe Frontmann Dion mit seiner Stimme den Song deutlich aufhellt und den Streif am Horizont erkennen lässt. Ein Track, der Fans von Lacuna Coil definitiv gefallen dürfte. An die Headbanger-Fraktion richtet sich „Ghosts of concrete“. Ein eingängiges Riff, dazu eine lockere Songstimmung machen diesen Beitrag zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen, das man immer wieder genießen möchte. „Immaculate disguise“ ist ein wahrer Brecher. Die Gitarren kommen schnell und hart daher. Der Refrain verringert das Tempo des Songs überraschend und schafft somit eine unerwartete Abwechslung, die den Song interessant hält. Die Ballade des Albums ist „Resonate my senses“. Ein wahres Power-Metal Meisterwerk, episch und eindringlich, wie man es sich wünscht.

Die inoffizielle Bandhymne dürfte „Dream in black“ werden. Ein Song, der alle Trademarks verbindet und einen Track erschafft, der durch seinen Facettenreichtum zu überzeugen weiß. Für den gepflegten Metalabend drängt sich „Leap of faith“ praktisch auf. Ein großartiger Song, der immer neu zu überraschen weiß und dabei eine mystische Stimmung erschafft, die man leider viel zu selten hört. Deutlich härter wird man bei „Against the dying of the light”. Ein wahres Gitarrengewitter erwartet den Zuhörer, ehe Dion mit seiner Stimme wieder Licht ins Dunkel bringt und eine zeitlose Hardrock Nummer präsentiert. Mit „A Question of Pride“ beenden die Griechen ihr drittes Album. Mit gut 8 Minuten Länge werden hier in Form eines Epos nochmal alle Stärken der Band eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ein Beitrag, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

 

Fazit: Sorrowful Angels sind hierzulande noch ziemlich unbekannt. Ein Umstand, der sich mit diesem Album schnell ändern könnte. Eine gute Mischung aus traditionellem Metal, gepaart mit Einflüssen aus Dark-und Progressivemetal erschafft ein ganz besonderes Album, das man sich unbedingt mal zu Gemüte führen sollte.

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