Ugly Kid Joe melden sich nach 19 Jahren Abwesenheit zurück. Ob das neue Album Uglier Than They Used Ta Be das lange Warten wert war gibt es hier zu lesen.
Artwork: Die Papphülle der CD ist mit einem frechen Männlein im Hardcore Comic Stil bedruckt. Dieser Stil setzt sich auch im Booklet fort in dem es unterem anderem weitere Comicbilder und die Songtexte gibt. Auf der Rückseite sind neben der Tracklist auch die Bandmitglieder auf einem Foto abgedruckt. Alles in allem erst mal nicht sehr einladend und würde mich jetzt nicht direkt motivieren, die CD zu kaufen, aber irgendwie macht das Ganze doch neugierig.
Tonqualität: Die sehr rockige Musik kommt fett aus den Lautsprechern. Die einzelnen Instrumente und auch der Gesang verschmelzen oft miteinander, was aber sehr gut zur Musik passt.
Musik: Die erste Nummer des Albums „Hell Ain´t Hard To Find“ eröffnet das Album rockig mit einigen Einschlägen des Grunge. Insgesamt ein solider Rocksong mit fettem Sound und gutem Tempo. „Let The Record Play“ geht im gleichen Stil weiter und besticht durch eine noch etwas mehr verzogene Stimme. Leicht abgehackt erinnert mich der Gesang immer wieder an Axel Rose von Guns N‘ Roses; dazu gibt es brachiale Gitarrenriffs. Noch härtere Riffs mit Bezügen zum Trash Metal gibt es bei „Bad Seed“. Hier kann man die Stimme des Frontmanns Whitfield Crane mit dem Großmeister Ozzy Osbourne vergleichen. Das darauf folgende „Mirror Of The Man“ ist dann der totale Kontrast. Hier ist das Tempo langsam und die Instrumente auf Akustik umgestellt. Eine großartige Ballade bietet dem Hörer die Chance zum Verschnaufen. „She´s Already Gone“ beginnt ruhig, bevor es in den rockigen Sound wieder übergeht. Hier kann ich auch den Kopf nicht mehr stillhalten und bange im gemächlichen Tempo des Songs mit. Dieses Lied hat echt Stadionrockcharakter und passt perfekt in ein Live-Set. Bei „Nothing Ever Changes“ treten die Jungs dann wieder auf die Bremse. Diese Ballade der harten Rocker treibt auch mir eine Träne ins Auge. Der Text ist durchdacht und das schlichte Instrumentenarrangement hebt die Gesangsstimme noch mehr hervor. Die restlichen Songs bieten dann wieder ordentlichen Rock. Spannend ist auch die Abschlussnummer „Papa Was A Rolling Stone“. Der oft gecoverte Superhit von The Temptations bekommt von Ugly Kid Joe einen fetten schmutzigen Rocksound.
Fazit: Mit Uglier Than They Used Ta Be melden sich Ugly Kid Joe auf denkwürdige Weise zurück. Das Album deckt einige spannende Facetten des Rock ab und geht gut ins Ohr. Ich kann das Album vor allem allen empfehlen, die klassischen Rock der 80er und 90er mögen.












