Der Name des Projektes, Dark Sarah, dürfte vielen Beobachtern der schwarzen Szene merkwürdig vorkommen, jedoch steckt hinter Dark Sarah ein bekanntes Gesicht. Es handelt sich um Heidi, die bei der finnischen Band Amberian Dawn ihre Sporen bereits verdient hat. Nun will die klassisch ausgebildete Opernsängerin mit ihrem Projekt neue Welten erkunden und den Zuhörer in eine Welt mitnehmen, die eher an fantastische Reisen erinnert, wie man sie aus dem Kino kennt, als aus der Musikszene.
„Save me“ zeigt gleich wohin die Reise gehen soll. Episch mit einem Orchester untermalt, zeigt Heidi, was in ihr steckt. Ihre Stimme erschafft eine Atmosphäre, die zwischen Traurigkeit und voller Lebensfreude nur so leuchtet. Etwas schneller geht es mit „Poison Apple“ weiter. Man hat sofort Bilder von Schneewittchen und anderen märchenhaften Gestalten vor sich, während Heidi wieder einmal eine Gesangsleistung der Extraklasse aus sich herausholt. Mehrere Tempi-Wechsel machen diesen Song besonders interessant. „hide and seek“ist eine Ballade, in die man sich einfach verlieben muss. Eine unglaublich schöne Melodie macht dieses Stück einzigartig.
Aber Heidi kann auch anders und so zeigt sie sich von ihrer rockigen Seite mit „Memories fall“. Ein Track, der in Zusammenarbeit mit der Ex- Xandria Sängerin Manuela Kraller entstanden ist. Eine Zusammenarbeit, die sich mehr als gelohnt hat. Die zwei engelsgleichen Stimmen verzaubern den Zuhörer von der ersten Minute an. Power Female Metal at it’s best. Böse geht’s auch im Anschluss mit „Evil roots“ weiter. Harte Gitarren treffen auf Heidi’s unverwechselbare Stimme. Eine Symbiose, der man ewig zuhören könnte. „Violent roses“ könnte aus einem Tim Burton-Film stammen. Die Zirkusstimmung und die Unbeschwertheit eines warmen, sonnigen Tages erschafft Heidi in Perfektion. Ihre Gesangsleistung deckt dabei alle Stimmlagen ab, so hat man die Dame noch nie gehört. „Hunting the dreamer“ geht hart und klar nach Vorne. Eine Hymne, die sich hören lassen kann. Die harten Gitarren und die zerbrechliche Stimme von Heidi erschaffen einen Ausgleich, der sehr hörenswert ist. Mit dem düsteren „Fortress“ geht das Album dem Ende zu. Eine schwer-düstere Ballade, die etwas den Weltschmerz und die Ignoranz der Gesellschaft wiederspiegelt.
Fazit: Heidi zeigt mit ihrem eigenen Projekt, das die nicht nur hervorragend singen kann, sondern auch eigene Songs schreibt, die hörenswert. Bei vielen Vertretern dieses Genres ist es ja nicht der Fall. Dark Sarah rockt und regt dabei noch zum Nachdenken an. Besser kann man es nicht machen.












