Mit „Todestal“ ist Anfang Februar 2026 ein neuer Krimi von Daniel Holbe und Ben Tomasson erschienen. Für mich war es am Anfang die Ralph Angersbach-Reihe, es ist aber natürlich ein Sabine Kaufmann-Krimi. Schon immer. „Der 10. Fall führt das beliebte hessische Ermittlerduo Sabine Kaufmann & Ralph Angersbach in die Tiefen des Taunus.
Ein ermordeter Journalist, ein toter Anwalt und ein Dorf, das schweigt …
Ein kleines Dorf im Taunus gerät in den Fokus von Ermittlungen: Ein Journalist wurde in einem Steinbruch tot aufgefunden. Eine Kneipenprügelei mit Folgen? Oder hat er womöglich zu viele unbequeme Fragen gestellt? Auch im Fall um einen toten Anwalt aus Wiesbaden – gestorben bei der Mensur einer Studentenverbindung: ein Unfall oder steckt doch mehr dahinter? – tun sich Verbindungen ins Dorf auf.“
Bei ihren Nachforschungen stoßen Sabine Kaufmann in dem Dorf und Ralph Angersbach (zu Beginn in Wiesbaden, also einer städtischen Umgebung) „auf ein wahres Wespennest aus alten Seilschaften, illegalen Geschäften und Geschichten, über die kollektives Stillschweigen herrscht. Mittendrin: die drei mächtigsten Familien des Dorfes – die Schwerdtfegers, die ihr Vermögen mit Sondermüllentsorgung gemacht haben; die Hegers, denen eine nahe Arzneimittelfabrik gehört; und die Witts, die ein Naturschutzprojekt vorantreiben wollen.“
Und hier wird es kniffelig. Gibt es mehrere Täter, wenn ja, wer, weshalb, warum, wo und überhaupt? Ein Waldstück, suboptimales Wetter. Keine gute Voraussetzung für Spurenfindung und -sicherung.
Doch wer für die Todesfälle verantwortlich ist, wissen sie noch nicht… Alles an diesem Fall scheint verzwickt, alle scheinen verstrickt. Niemand will etwas über irgendwas oder irgendwen wissen.
Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach müssen einmal mehr ihre Kräfte bündeln, um das Netz aus Lügen, niederen Absichten und falschen Spuren zu entwirren und die Täter zu stellen. Da kommen neue und alte Charaktere, Kollegen und Co ins Spiel. Aber auch gute, alte Ermittlungsarbeit.
Daniel Holbe und Ben Tomasson haben hier wieder gute Arbeit geleistet, konnten mich begeistern und ans Buch binden. Sprich, es war auch spannend. Nicht nur beim Kriminalfall, sondern auch, weil die Beziehung zwischen Sabine und Ralph einen eher fragilen Eindruck bei mir hinterlassen hat. Geprägt durch das Leben und den eigenen Erfahrungen. Manchmal stört es mich, weil so viele Unsicherheiten geteilt werden. Aber das ist leider realistisch als Friede, Freude, Eierkuchen. Und vielleicht nervt mich das auch nur auf einer persönlichen Ebene. Immer diese Spiegelneuronen.
Ich fand und finde das Nachwort der beiden Autoren auch richtig gut. Alles in allem hat es mir erneut wieder sehr viel Spaß gemacht.













